Junges Wohnen: Da geht noch mehr!

Seit Jahren setze ich mich für Junges Wohnen ein. Jetzt gibt es erste Erfolge: Neue Projekte werden umgesetzt. Das alleine genügt mir jedoch nicht: Wir müssen noch viel mehr tun, um junges Wohnen zu fördern.

Ziel ist die Sanierung bestehender Gebäude und der Neubau. Damit soll leistbarer Wohnraum für junge Menschen geschaffen werden. Als Ergebnis sollen mehrere kleinere Wohnungen für 1 bis 2 Personen, wie auch größere für Jungfamilien zu Verfügung stehen. Ich möchte ein faires Mietrecht, das auch verständlich ist. Viele Regelungen sind veraltet, gehen am Ziel vorbei und bieten auch nicht mehr ausreichend Schutz. Weder für Vermieter, noch für Mieter. Neben einem neuen Mietrecht, das verständlich sein soll, braucht es mehr Information für junge Mieter. Ich habe als ersten Schritt die Info-Plattform wohnfragen.at ins Leben gerufen.

Woher das Cash?

Wer kennt es nicht? Die eigene (Familienwohnung) wird zu eng, man geht arbeitenund/oder Studieren und braucht eigene vier Wände. Doch wie finanzieren?

Als Niederösterreicher ist es mir wichtig, dass jungen Menschen auch in der näheren Umgebung um Wien leistbare Wohnungen zur Verfügung stehen. Mehrere Modelle liegen am Tisch:

Das Modell des Landes NÖ geht in Richtung günstige Finanzierung des Eigenheimes

Wenn man für die Errichtung bzw. Sanierung des Eigenheimes eine Förderung erhalten hat bzw. man in einer geförderten Wohnung lebt, kann zusätzlich Wohnzuschuss bzw. Wohnbeihilfe beantragt werden. Dieser Zuschuss richtet sich nach Familieneinkommen, Belastung durch Rückzahlungsverpflichtungen und den gegebenen Familienverhältnissen. Hier geht's zur Förderschiene des Landes Niederösterreich.

„Junges Wohnen“ in der Gemeinde: leistbare Startwohnungen für Junge

Der Traum von den eigenen vier Wänden scheint gerade in „teuren“ Wohngegenden wie Baden anfangs nur schwer umsetzbar. In Perchtoldsdorf wurde das Problem nun aktiv mit LAbg. Bgm. Martin Schuster angegangen. Dieses Modell soll als Vorbild für andere Städte und Gemeinden dienen:

Ziel ist es einerseits die Sanierung bestehender Gebäude, andererseits durch Neu- und Zubauten leistbaren Wohnraum für junge Menschen zu schaffen. Als Ergebnis sollen mehrere kleinere Wohnungen für 1 bis 2 Personen, wie auch größere für Jungfamilien zu Verfügung stehen.

Die umgebauten Wohnungen sollen aus Wohnküche, Zimmer, Vorraum, WC und Bad bestehen. Ein Kellerabteil für Stauraum ist ebefalls beachtlich.

Gemeinden müssen ihre leerstehenden Wohnungen sowieso renovieren und adaptieren. Warum dabei nicht mit einer gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft zusammenarbeiten? Egal ob mit oder ohne Genossenschaft als Partner: Ziel muss es sein auch in der Gemeinde leistbare Wohnungen für junge Menschen zu schaffen.

Wie funktioniert das?

Ganz einfach:
Einführung eines Alterslimits (ab 18 bis max zb 30). Wenn man innerhalb des Alterslimits liegt, gibt es einen Zuschuss zur Miete.
Befristung auf maximal 5 Jahre
Einkommensnachweis: Vergabe nur an die, die es wirklich brauchen
Längerer Hauptwohnsitz (zB 3 Jahre) in der Gemeinde
Wer sich für das Allgemeinwesen Engagiert (Rotes Kreuz, Feuerwehr, Hilfswert,...), soll einen Bonus bekommen.

Mit diesen Kriterien ist sichergestellt, dass junge Menschen eine Chance auf leistbare Wohnungen in der Gemeinde haben. Das wird nicht in jeder Gemeinde von jetzt auf gleich möglich sein. Aber: Die jungen werden im Heimatort gehalten und müssen nicht "teuer" mit anderen Leistungen von der Großstadt Wien "zurückgekauft" werden. Letztendlich ist es zwar schön eine Zeit in Wien zu verbringen. Umso schöner ist es aber, wieder nach Hause ins "Grüne" zu kommen.

Mehr Infos für Junge Mieter

Gerade junge Menschen werden beim Mieten oft über den Tisch gezogen. Das muss aufhören! Ich habe daher eine Info-Plattform ins Leben gerufen, um euch besser über eure Rechte zu informieren. Hier geht's zu wohnfragen.at